Der Weg zur Püfung

1. Lernfahrausweis beantragen

Folgende Schritte musst Du beachten:

  • 1. Du holst beim Strassenverkehrsamt oder bei mir das Antragsformular zur Erteilung eines Lernfahrausweises.
  • 2. Zusätzlich wird ein Sehtest vom Optiker sowie die Absolvierung des Nothelferkurses verlangt. Der Sehtest darf max. 2 Jahre alt sein und der Nothelferkurs max. 6 Jahre alt.
  • 3. Dein Antrag muss noch von der Einwohnerkontrolle bestätigt werden (ID mitnehmen).
  • 4. Bitte sende das ausgefüllte Gesuchsformular für den Lernfahrausweis zusammen mit der Bestätigung der Einwohnerkontrolle, der Bestätigung des Sehtests und des Nothelferkurses sowie 1 Pass-Fotos an das Strassenverkehrsamt.

 

Du kannst frühestens 1 Monat vor Erreichen des Mindestalters die Theorieprüfung absolvieren. Den Lernfahrausweis bekommst Du dann nach bestandener Theorieprüfung.

Nützliche Links

2. Theorieprüfung

Um Dich für die Theorieprüfung so gut wie möglich vorzubereiten, gibt es heute eine Vielzahl professioneller Lernprogramme als CD-Rom, Online oder fürs Mobile (App).

Je nach Kategorie werden 30 bis 50 Fragen gestellt, wobei Du 90 Prozent richtig beantworten musst (140 Punkte möglich, max 14 Fehler). Sobald Du die Theorieprüfung bestanden hast, kannst Du mit der praktischen Fahrausbildung beginnen.

Kategorien

  • Kategorien A, A1: Basistheorieprüfung mit 50 Fragen
  • Kategorie B: Basistheorieprüfung mit 50 Fragen

Theorielokal in Chur

  • 3. Stock Kalchbühlstrasse 18, 7000 Chur

3. Praktischer Fahrunterricht

Die Ausbildung ist in verschiedene Etappen unterteilt:

  • Vorschulung
  • Grundschulung
  • Hauptschulung
  • Perfektionsschulung

Gerne erkläre ich Dir den genauen Ablauf der ganzen Ausbildung, dann weiss Du was Dich erwartet. Falls Du einen Motorradausweis erlangen möchtet, musst Du vorgängig einen Motorrad-Grundkurs besuchen.

Begleitpersonen müssen mindestens 23 Jahre alt und im Besitz des definitiven Fahrzeugausweises B sein.

Bezüglich Lernfahrten gelten gem. SVG folgende Bestimmungen

  • Solange Motorfahrzeuge von Inhabern eines Lernfahrausweises geführt werden, müssen sie auf der Rückseite an gut sichtbarer Stelle eine blaue Tafel mit weissem "L" tragen. Die Tafel ist zu entfernen, wenn keine Lernfahrt stattfindet.
  • Auf Lern- und Prüfungsfahrten mit Motorwagen muss der Begleiter neben dem Führer Platz nehmen, ausgenommen auf übungsplätzen, beim Rückwärtsfahren oder beim Parkieren; der Begleiter muss wenigstens die Handbremse leicht erreichen können.
  • Der Inhaber eines Lernfahrausweises darf auf Motorrädern sowie auf oder in anderen Motorfahrzeugen, mit welchen er Lernfahrten ohne Begleitperson ausführen darf, keine Passagiere mitführen, die nicht selber über den entsprechenden Führerausweis verfügen.
  • Fahrschüler dürfen verkehrsreiche Strassen erst befahren, wenn sie genügend ausgebildet sind, Autobahnen und Autostrassen erst, wenn sie prüfungsreif sind.
  • Auf verkehrsreichen Strassen sind Anfahren in Steigungen, Wenden, Rückwärtsfahren und ähnliche übungen untersagt, in Wohngebieten sind sie möglichst zu vermeiden.

4. Verkehrskundeunterricht

Unser Verkehrskundeunterricht (für die Kategorien A, A1, B und B1) dauert 4 mal 2 Stunden. Der Kurs findet jeweils am Dienstag und Donnerstag von 19:00 bis 21:00 Uhr statt. Du benötigst diesen Kursbesuch, um zur praktischen Führerprüfung angemeldet werden zu können.

Preis

  • Der Unterricht kostet CHF 300.- Bar / 310.- Rechnung inkl. Unterlagen.

5. Fahrprüfung

In der Regel wirst Du durch den Fahrlehrer zur Prüfung angemeldet. Die Prüfung findet mit einem Experten des Strassenverkehrsamtes statt und dauert ca. 60 Minuten. Ihr fährt mit dem Fahrschulauto. Der Prüfungsort ist Chur.

Zur praktischen Prüfung musst Du den Lernfahrausweis sowie ein evtl. bereits vorhandener Führerausweis (Traktor, Motorrad, Kleinmotorrad usw.) mitnehmen. Die Prüfungsgebühr von CHF 150.- wird Dir vom Strassenverkehrsamt in Rechnung gestellt.

Wenn Du die Prüfung bestehst, erhältst Du einen provisorischen Führerausweis für 3 Jahre. Jetzt darfst Du ohne Begleitperson selbständig Auto oder Motorrad fahren und am Verkehr teilnehmen. Falls Du die Prüfung nicht bestehst, kannst Du diese wiederholen.

Bestimmungen gem. VZV
Art. 22 Praktische Führerprüfung:

  • Mit der praktischen Führerprüfung stellt der Verkehrsexperte fest, ob der Gesuchsteller fähig ist, ein Motorfahrzeug der entsprechenden Kategorie unter Einhaltung der Verkehrsregeln auch in schwierigen Verkehrssituationen vorausschauend und mit Rücksicht auf die übrigen Verkehrsteilnehmer zu führen.
  • Die Zulassungsbedingungen und der Prüfungsstoff richten sich nach Anhang 12.
  • Keine praktische Führerprüfung haben abzulegen:
  • Inhaber eines Führerausweises der Kategorie B oder der Unterkategorie B1, die einen Führerausweis der Unterkategorie A1 erwerben wollen und die praktische Grundschulung nach Artikel 19 abgeschlossen haben;
  • Personen, die einen Führerausweis der Spezialkategorien G oder M erwerben wollen. Artikel 28 Absatz 2 bleibt vorbehalten;
  • Inhaber eines Führerausweises der Kategorie C oder der Unterkategorie C1, die einen Führerausweis der Unterkategorie D1 erwerben wollen.
  • Stellt sich bei der praktischen Führerprüfung heraus, dass der Gesuchsteller die Verkehrsregeln nur ungenügend kennt, so ordnet die Zulassungsbehörde eine neue Prüfung der Basistheorie an.

Art. 23 Wiederholung:

  • Wer die praktische Führerprüfung zweimal nicht besteht, wird zu einer weiteren Führerprüfung nur zugelassen, wenn ein Fahrlehrer bescheinigt, dass die Fahrausbildung abgeschlossen ist.
  • Wer die praktische Führerprüfung dreimal nicht besteht, kann zu einer vierten Prüfung nur aufgrund eines die Eignung bestätigenden Tests nach Artikel 16 Absatz 3 zugelassen werden.

6. Zweiphasenausbildung

Innerhalb von drei Jahren (Führerschein auf Probe) musst Du an zwei Kurstagen (Weiterbildungskurse WAB 1 und WAB 2) von je 8 Stunden teilnehmen. Das erste Modul solltest Du innerhalb von 6 Monaten nach der Fahrprüfung absolvieren.

Beim ersten Kurstag geht es darum, dass Du lernst, gefährliche Verkehrssituationen früh zu erkennen und wenn möglich zu vermeiden. Der zweite Kurstag soll Dein Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten wecken, den Verkehrssinn schärfen und umweltschonendes und partnerschaftliches Fahren vermitteln.

Weitere Informationen zur Zweiphasenausbildung unter:
www.grischawab.ch